Warum ma?

Million Actions ist eine Plattform für politischen Tierschutz und Aufklärungskampagnen mit Schwerpunkt auf Heim- und Straßentieren in der Europäischen Union.

Oft wird vorschnell die Behauptung aufgestellt, dass der politische Tierschutz zu langatmig sei, das Unterschreiben von Petitionen und die Teilnahme an Demonstrationen und Protesten nicht zielführend sind. Nicht selten heißt es, dass das einzelne Tier dabei vergessen wird. Und tatsächlich: Es ist nicht unser Ziel, Tiere aus dem Ausland nach Deutschland zu vermitteln. Dies kann und soll nicht die Ausrichtung unseres Engagements sein. Wir haben mit Vermittlungen von Tieren kein Problem, im Gegenteil, wenn die Vermittlungsarbeit zielvoll und durchdacht betrieben wird, ist es ein wichtiger Baustein im Auslandstierschutz. Nichtsdestotrotz sind wir der Ansicht, dass es für diese Arbeit inzwischen ausreichend Organisationen gibt, die dies ohnehin besser bewältigen können.

Die politisch ausgerichtete Tierschutzarbeit gestaltet sich insofern völlig anders, denn bei Millionen von Straßentieren in Europa kann es längst nicht mehr ausschließlich um Vermittlungen gehen. Es ist eine Frage alternativer Ideen und Konzepte, um die Probleme des Auslandstierschutzes ganzheitlich fassbar zu machen und zudem all jenen vergessenen und zurückgebliebenen Individuen (für uns ist es keine Frage, dass auch Tiere Individuen sind) gerecht zu werden, die längst aus dem Fokus der Vermittlungen geraten sind.
Hier wollen wir mit unserer Initiative ansetzen.

Wir sind der Überzeugung, dass Lösungsstrategien dieser Arbeit grundsätzlich politischer Natur sind, eine Arbeit, die in den einzelnen Ländern unmittelbar vor Ort und unter Beteiligung der einheimischen Behörden und insbesondere der Bevölkerung voran getrieben werden muss. Nur dort können grundsätzliche Verbesserungen wie etwa in Fragen der Haltungsbedingungen, des Tierschutzes oder der generellen Situation der Straßentiere bewirkt werden. Nur dort wird sich eine Antwort auf die entscheidende Frage finden: Kann den Tieren langfristig geholfen werden?

Dazu gehört:

• die Aufklärung der Bevölkerung im In- und Ausland und die Sensibilisierung jedes Einzelnen, dass Tiere fühlende Wesen sind und Schutz benötigen
• die Aufklärung der Bevölkerung und der Regierungen über die Effektivität von Kastrationsprogrammen und einem Haustierregister
• die politische Lobbyarbeit in Bezug auf die Durchführung und Einhaltung bereits bestehender Tierschutzgesetze in den einzelnen Ländern
• die Etablierung des Tierschutzes in der EU und die Forderung nach einem einheitlichen EU-Tierschutzgesetz
• Informations- und Aufklärungspolitik durch Kampagnenarbeit, Zusammenarbeit mit Tierschutzorganisationen europaweit, Demonstrationen und Unterstützung der   Tierschützer, die täglich “an der Front” kämpfen
• direkte Unterstützung des “Projektes Puglia“ in Süditalien und Aufbau des Tierschutzzentrums „Oasi Nuova Vita“ in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzprojekt Italien e.V. (www.tierschutzprojekt-italien.de)

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und unsere Aktionen.

Der politische Tierschutz hat im Oktober 2011 einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. So wurde die schriftliche Erklärung 0026/2011 zur Handhabung der Straßenhundpopulation in der Europäischen Union von 400 EU-Abgeordneten befürwortet und hiermit eine Basis für weitere wichtige Veränderungen in Europa geschaffen!
Bis zum heutigen Tag ist jedoch NICHTS passiert und die EU sieht die Verantwortung für die Heimtiere, insbesondere Straßentiere, weiterhin in ihren Mitgliedsländern. Wir kämpfen dafür, dass sich dieser Zustand eines Tages ändern wird!

P.S. Unser Hauptanliegen sind die sogenannten “Heim- und Straßentiere”, die in der EU keinem besonderen Schutz unterliegen.
Da für uns allerdings jedes einzelne Tier seine Berechtigung auf ein artgerechtes Leben hat, verschließen wir auch nicht die Augen vor Massentierhaltung, Jagdthemen, Tierversuchen und sonstiger Tierquälerei und versuchen entsprechende Kampagnen zu unterstützen.

 

“So sehr mich das Problem des Elends in der Welt beschäftigt, so verlor ich mich doch nie im Grübeln darüber, sondern hielt mich an dem Gedanken, daß es jedem von uns verliehen sei, etwas von diesem Elend zum Aufhören zu bringen.“
Albert Schweitzer

Ihr Million-Actions Team

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