In der Ukraine wird am 06.November über das Leben von streunenden und wilden Tieren entschieden- und keiner bekommt es mit!

In zweiter Lesung wird morgen über das Gesetz № 9139 abgestimmt, ein Umweltschutzgesetz, dass die natürlichen Ressourcen und das ökologische Gleichgewicht schützen soll.
Soweit kein schlechter Ansatz.

Doch aufgrund einiger Formulierungen in diesem Gesetz wird die Grundlage gelegt um wildlebende, streunende Tiere zu fangen (im Gesetzestext heißt dies „entnehmen“). Was dies in der Ukraine bedeutet, sollte jeder interessierte Tierfreund mittlerweile wissen!!!
Die Jagd auf diese Tiere wird nicht nur in abgelegenen Gebieten sondern auch in Siedlungen und Städten erlaubt sein, und betrifft nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Wölfe, Füchse und andere Tiere.

Mit diesem Gesetz, das im Februar in erster Lesung angenommen wurde, wird den Doghuntern eine gesetzliche Grundlage für ihre schändlichen Taten gegeben, und nicht nur die Jagd auf wilde Tiere, sondern auch auf Haustiere & Tiere, die einen Besitzer haben, legalisiert.
Erinnert man sich einige Monate zurück, so gab es in der Ukraine viel Aufsehen um die sogenannten Doghunter, die im Namen von Kommunen und Städten Straßentiere eingefangen und auf brutalste Art und Weise getötet haben.

Das angesprochene Gesetz würde diesen profitablen Geschäftzweig erneut aufblühen lassen bzw. ihn legalisieren.

Nach Protesten der ukrainieschen Bevölkerung und einigen Artikeln in Printmedien, hat der Umwelt-Ausschuss der Regierung im September einige Änderungen an dem Gesetzesentwurf vorgenommen. Viele Kommentare und Kritikpunkte wurden berücksichtigt, aber nicht der wichtigste Punkt: die Genehmigung für die Jagd auf herrenlose Hunde und Katzen- egal, wann und wo, auch an Orten, wo die Jagd verboten ist.
Die Erlaubnis für solche „Entnahmen“ können Städte wie Kiew, Sewastopol Stadt und regionale Verwaltungen erteilen sowie Jagdverbände, die darüber entscheiden ob auérhalb der Jagdsaison und innerhalb von bewohnten Gebieten gejagt werden darf.

Es ist eine beispiellose Gesetzgebung, die die Ukraine zurück in die Steinzeit wirft. Es ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Tierschützer und Organisationen, die sich in der Ukraine für die Tiere engagieren.
Die Tendenzen, dass dieses Gesetz in zweiter Lesung angenommen wird, sind groß. Zurzeit sind in der Ukraine Wahlen, und die politischen Instanzen sind mit anderen Themen beschäftigt, so dass das Gesetz leicht „durchrutschen“ kann. Zudem ist bei der derzeitigen Neubildung der Regierung die Gefahr einer starken Opposition groß und noch größer das Interesse das Gesetz schnell unter Dach und Fach zu bringen.

Nur ein Massenprotest von Tierschützern, Bürgern und Medien kann den Tieren jetzt noch helfen!!!

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Zusammen mit der befreundeten Organisation Occupy for Animals werden wir eine Petition an die EU richten (die Ukraine ist zwar kein Mitgliedsstaat der EU, allerdings weiß man dort auch über die Hundetötungen der letzten Monate Bescheid und hat damals ein Schreiben an die ukrainische Regierung gerichtet) und an den Europarat richten.

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