Das Robbenmassaker an der namibischen Küste hat begonnen: 86000 Tiere werden auf brutalste Art getötet!

An der Küste Namibias hat trotz massiver Kritik von Tierschützern die jährliche Robbenjagd begonnen, bei der bis Ende November 86.000 Zwergpelzrobben erlegt werden sollen. Tierschutzorganisationen werfen der Regierung in Windhuk vor, die Jagd aus wirtschaftlichen Gründen zu betreiben. Staatliche Stellen verweisen hingegen auf die ökologische Notwendigkeit, Überbestände zu kontrollieren. Offiziell sollen damit die Fischgründe vor der Küste geschützt werden. “Namibias Seehundpopulation hat sich bis zu einem Punkt vermehrt, an dem die Tragfähigkeitsgrenze der Umwelt bei Weitem überschritten ist”, heißt es in einer Stellungnahme des Fischereiministeriums. “Daher ist es human, die ungezügelt wachsende Seehundpopulation auf ein Maß zu reduzieren, das ökologisch tragfähig ist.” 1,3 Millionen Robben will das Ministerium im Dezember 2011 gezählt haben.

Die Tierschützer des auch in Südafrika ansässigen Internationalen Fonds zum Schutz des Tierischen Wohlergehens (IFAW) und die in Südafrika beheimatete “Seal Alert” zweifeln diese Rechtfertigung der namibischen Regierung an, da sich das Ministerium weigert, die Zahlengrundlagen und die Zählweise offen zu legen. Der südafrikanische Länderdirektor des IFAW, Jason Bell, meint, dass es keine ökologische Rechtfertigung für die Tötung der Tiere gebe. Es ginge dabei ausschließlich um politische und ökonomische Interessen, so Bell weiter.

Cape Cross, eine der größten Brutkolonien, liegt etwa 116 Kilometer nördlich der Hafenstadt Swakopmund und zieht jährlich zahlreiche Touristen an. Während der Jagdsaison bis Ende November sind die Robbenkolonien nur beschränkt zugänglich. Dieses Jahr sollen insgesamt 80.000 Robbenbabies gekeult und 6.000 ausgewachsene Bullen geschossen werden.

Besondere Kritik wird an der brutalen Tötungsmethode geübt: In den Schutzgebieten werden die 80.000 Jungtiere am Strand eingekreist und mit angespitzten Keulen erschlagen. Die 6000 größeren und deshalb wehrhaften Robben werden erschossen. Die Robbenjungen werden zum Zeitpunkt erschlagen, an dem sie noch auf Muttermilch angewiesen sind. Nach der Schlachtung werden die Tiere in sieben lizenzierten Fabriken weiterverarbeitet. Genutzt wird außer den Fellen für die Kleiderproduktion, auch das Fett der Tiere, das bei der Herstellung von Schönheitsprodukten verwendet wird sowie die Geschlechtsorgane, denen im asiatischen Raum aphrodisische Wirkung nachgesagt wird.

Trotz massiver internationaler Proteste konnte das Gemetzel auch in diesem Jahr nicht gestoppt werden.

Wir bitten Sie aber weiterhin die Petition der “Seals of Nam” zu unterzeichnen:

P E T I T I O N


Boykott von namibischen Firmen und Produkten

Auf der Internetseite der “Seals of Nam” heißt es:

Der wirtschaftliche Boykott eines Landes darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Ein Boykott trifft leider auch die Menschen, die bereits wenig im Leben haben und sollte mit Bedacht angewendet werden. Gemessen am Umsatz bringt das namibische Robbenschlachten der Regierung caN $ 1.000.000 Einnahmen pro Jahr.

Wenn der Zweck dieses sinnlosen Gemetzels ist, Arbeitsplätze zu schaffen, warum hat sich die Zahl der Arbeiter von 160 bis 81 verringert, wenn das Kontingent von 30 000 auf 86 000 Robben Robben erhöht wurde?
Wiederholte Aufrufe von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen an die Regierung von Namibia die Robbenschlachtung zu beenden sind auf taube Ohren gestoßen. Wir haben keine andere Alternative als zum Boykott aufzurufen.

Wir bitten Sie daher: sagen Sie NEIN zu Namibia und seinen Produkten, bis die brutalen Schlachtungen ein Ende haben.

Die Liste der Unternehmen und ihrer Produkte, die maßgeblich Anteil an dem namibischen BIP (Bruttoinlandsprodukt) haben finden Sie auf der Inernetseite der “Seals of Nam” hier!


Print Friendly

Comments are closed.