Entern Zoophile Piratenpartei?

Zoophilie und Piratenpartei: Wie passt das zusammen, fragen sich in diesen Tagen so manche Tierschützer. Sie wissen nicht was Zoophilie ist?
Als Zoophilie bezeichnet man das sexuelle Hingezogensein zu Tieren, de facto also Geschlechtsverkehr mit Tieren, wofür in der Praxis vor allem Heim- und landwirtschaft­liche Nutztiere missbraucht werden. (Quelle: http://www.tierimrecht.org)
Zoophilie (früher Sodomie) ist seit 1969 in Deutschland nicht mehr verboten.

Es wird davon ausgegangen, dass gegenwärtig ca. 5-8 % der Bevölkerung bereits mindestens ein Mal in ihrem Leben sexuelle Kontakte zu Tieren hatten, wobei Art und Umfang hier nicht weiter definiert werden kann (Quelle)
Eine provokante These könnte sein: Sind das genau die 5%, die die Piratenpartei aktuell in die Landtage wählen? Die Piratenpartei hat sich dem Thema Zoophilie in einigen ihrer  Piratenpads gewidmet. Piratenpads sind Datenbanken im Internet, die live von den jeweiligen Benutzern bearbeitet werden können. Die Arbeitskreise in NRW und im Saarland arbeiten aktuell gemeinsam an einem möglichen Positionspapier zum Thema Zoophilie (Saarland, siehe 1. Gegendarstellung)
Im Saarland wurde allerdings im Gegensatz zu NRW der Antrag auf ein Verbot von Zoophilie genehmigt.

Soweit zum Sachstand.
Doch was Wähler und Tierschützer in ganz Deutschland aufhorchen lassen sollte, ist, dass die Piraten, liberal wie sie sind, Zoophile (in Form des Vereins ZETA) in ihren Pads mitarbeiten lassen (Quelle: Piratenpartei NRW)

Zoophile als Berater für Tierschutzangelegenheiten?
scaled-image

Wir fragen uns, was überhaupt eine Diskussion um dieses Thema in einem Arbeitskreis für Tierschutz zu suchen hat.
Geht es um den Schutz von Tieren oder um die Anerkennung einer Sexualpraktik?

Wieso beschäftigt sich ein Arbeitskreis Tierschutz mit der Anerkennung des zoophilen Vereins ZETA?
(siehe: Email AK Tierschutz NRW)

Ein ganz klares Indiz dafür, dass es eben nicht um den Schutz oder das Recht der Tiere auf Unversehrtheit geht, sondern ausschließlich um die Durchsetzung der Ziele von Zoophilen: den Missbrauch von und an Tieren unter dem Deckmantel der Tierliebe.

Die Frage “Wärt ihr bereit auf das Eindringen des Geschlechtsteils in das Tier zu verzichten?” wird von den Zoophilen mit Nein beantwortet. (Quelle: https://piratenpad.de/p/ZoophilieNRW–  Nachtrag: das Pad wurde nach der Veröffentlichung unseres Beitrags gelöscht, Sie können den Inhalt aber auch hier nachlesen)

Wir fragen uns: Geht es hier noch um den Schutz der Tiere vor dem Menschen oder um eine Diskussion über die Toleranzgrenze hinsichtlich sexueller Kontakte zu Tieren? Von einer Arbeitsgemeinschaft Tierschutz der Piratenpartei erwarten wir, dass man das Thema nicht halbherzig und unter dem Aspekt des eigenen parteipolitischen Vorteils angeht, dass man darüber diskutiert, wie viel und welche sexuellen Praktiken nach unserem Menschenverständnis für Tiere noch zumutbar sind, sondern ihre Würde und ihr Selbst schützt.
Hierzu auch ein interessantes Interview mit Verhaltensforscherin Dr. Dorit Feddersen-Petersen.

Nach Aussage der Zoophilen gibt es alleine in Deutschland Millionen von sexuell unbefriedigten Haustieren. Wenn dem tatsächlich so ist, muss es dann zwingend der Mensch sein, der sich diesem sexuellen Missstand annimmt? Gäbe und gibt es da nicht andere Methoden und Wege, um diesem Problem Herr zu werden, immer vorausgesetzt, dass diese bislang unbewiesene Aussage tatsächlich Gehalt hat. Und muss in diesem Zusammenhang nicht dann auch die Frage gestellt werden, inwieweit solche “frustrierten Tiere” überhaupt noch für die Heimhaltung geeignet sind oder ob man nicht auch hier nach Alternativen suchen sollte. Die Legalisierung des sexuellen Missbrauchs an Tieren ist jedenfalls nicht die Antwort auf solche Fragen; sie bagatellisiert vielmehr das Grundproblem und verhöhnt dabei das genuine tierische Leben.

Interessant ist zudem der Aspekt, dass die Zoophilen ihren Tieren offensichtlich kein artgerechtes Leben erlauben wollen, wenn sie doch aber angeblich der Überzeugung sind, dass Tiere Sex zum Glücklichsein benötigen. Wenn es doch um das Wohl ihrer Tiere geht, wieso wird dem Tier nicht unter natürlichen Bedingungen, nämlich mit einem gleichartigen Geschlechtspartner, Sexualität erlaubt? Die Antwort: Weil diese Tiere auf den Sex mit Menschen konditioniert wurden und eine Umkonditionierung dazu führen könnte, dass sie den Menschen nicht mehr als Sexualpartner akzeptieren würden.

Es geht den Zoophilen offensichtlich also keinesfalls um das echte Wohl der Tiere, sondern einzig um das Ausleben der eigenen sexuellen Phantasien.
Mit diesem Hintergrund bewerten jene Menschen dann ein angebliches Einverständnis von Tieren zum sexuellen Kontakt mit Menschen!

Und genau diese Menschen wollen nun gemeinsam mit der Piratenpartei Kriterien für das Leid der Tiere festlegen. Für uns und unsere Tiere ein Schlag ins Gesicht!

Liebe Leser, liebe Tierschützer! Am 13. Mai wählt NRW einen neuen Landtag.

Wir bitten Sie: Bedenken Sie Ihre Wahl. Mit Ihrer Stimme für die Piratenpartei in NRW unterstützen Sie direkt auch die Bestrebung zur Anerkennung der Zoophilie.

Solange die Piraten nicht ganz klar ihre Versprechungen gegen den sexuellen Missbrauch von Tieren einhalten, sollte kein Tierschützer eine derartige Partei befürworten!



1. Gegendarstellung der Piraten im Saarland.

Als Schreiber des Originalantrages im Saarland erkläre ich:
a) ZETA hat sich im Pad und auf der Mailingliste geäußert.
b) eine “Zusammenarbeit” zwischen ZETA und der Piratenpartei Saar gibt es nicht, dies wurde von NRW falsch dargestellt.
c) Jeder und sein Hund können an Pads mitschreiben. Der Programmantrag ist mit 2/3-Mehrheit angenommen worden und zählt.
d) Der Abgeordnete Jasmin Maurer ist im Tierschutz aktiv und sehr engagiert. Ich bin mir absolut sicher, daß sie das Thema ernsthaft und glaubwürdig im Landtag vertreten wird.

Ansonsten bedaure ich, daß der Eindruck entstanden ist, daß ZETA einen Einfluß auf Programm und Arbeit der Piratenpartei im Saarland hat. Ich sehe, daß dieser Eindruck entstehen konnte und hoffe, die Sache damit klargestellt zu haben.

Anmerkung der Redaktion: Wir sind erfreut, dass unser Artikel auch innerhalb der Piraten zur Aufklärung führt und freuen uns weiterhin über konstruktive Kritik. Da nicht jeder und sein Hund in den Pads mitarbeitet, sondern der zoophile Verein ZETA, sehen wir den Fall etwas kritischer. Laut Aussage der Piraten, die sich auf unseren Beitrag gemeldet haben, sind Piratenpads ohne wichtige Funktion. Das wird aber durch Aussagen auf der eigenen Homepage der Piraten z.b. durch den ehemaligen Bundesvorsitzenden Nerz widerlegt, wohingegen in Piratenpads auch politische Texte ausgearbeitet werden.

Nichtsdestotrotz begrüßen wir die Abgrenzung der Saar-Piraten von ZETA und einer Zusammenarbeit und hoffen, dass sich dem Thema wenigstens hier ernsthaft gewidmet wird.


Update: 10. Mai 2012

2. Gegendarstellung der NRW Piraten. (hier)

Stellungnahme:

Der Arbeitskreis Tierschutz NRW distanziert sich hiermit von der Vereinigung ZETA

(Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung).

Es ist zwar richtig, dass sich Mitglieder von ZETA in den Medien der Piratenpartei NRW geäußert und ihre Meinung vertreten haben, allerdings bestand zu keinem Zeitpunkt eine offizielle Kooperation. Die Mitglieder von ZETA haben sich persönlich eingebracht und sind nicht geschlossen als juristische Person in Erscheinung getreten.

Der Arbeitskreis Tierschutz hat zu jedem Zeitpunkt unabhängig und selbstbestimmt gearbeitet. Es ist allerdings auch Teil der Politik der Piraten, sich unvoreingenommen mit kontroversen Meinungen auseinanderzusetzen, um diese dann bewerten zu können.

Anmerkung der Redaktion:

Zu erwähnen bleibt, dass der Sprecher des AK Tierschutzes NRW mittlerweile zurück getreten ist. Dabei bleibt es allerdings irrelavant ob der Verein als solches oder nur 2 Einzelpersonen an dem Thema Zoophilie mitgearbeitet haben und/oder weiterhin mitarbeiten werden und ob diese Meinungsäußerung nun offiziell oder inoffiziell durch die Piraten in NRW getragen wird.
Die weitere Behandlung der Thematik im AK Tierschutz NRW wird zeigen inwiefern dieses Thema unter der Beeinflussung bestimmter Personen mit zoophilem Hintergrund steht.
Wir bleiben dran.

Hierzu möchten wir auch noch zwei Zeitungsartikel veröffentlichen


Bitte unterstützen Sie weiter den Kampf gegen Zoophilie!

Was SIE tun können:

  • Downloaden Sie die Flyer und Unterschriftenliste von Ulla Saure und ihrem Team von tierleid.org HIER!
    Klären Sie ihre Mitmenschen auf und sammeln Sie Unterschriften!

  • Nehmen Sie an unserer Postkartenaktion: Frau Aigner- Stoppen Sie den sexuellen Missbrauch von Tieren!” teil.
    Die Postkarten können Sie HIER kostenlos bestellen.
  • Unterschreiben Sie die Petition von ” Tierärzte gegen Zoophilie” hier: http://www.tieraerzte-gegen-zoophilie.de/


Print Friendly

9 Responses to “Entern Zoophile Piratenpartei?”

  1. Jawohl Mki,

    genau wie Kinderschänder Experten in Sachen sexueller Mißbrauch von Kindern sind.

    Dann lassen wir doch demnächst die Pädos die Kindesmißbrauchsangelegenheiten bearbeiten.

  2. Die Zoophilen sind ja auch nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Experten für Zoophilie. Wer sonst sollte mitarbeiten. Alles Andere sind Quellen und Argumente. Mögen die besseren Argumente siegen.

    • million actions

      MKI, natürlich wissen wir wer Sie sind und freuen uns, dass auch Sie den Weg zu unserer Homepage gefunden haben!
      Nur ganz kurz. Ich glaube, Sie verstehen da etwas falsch, was auch wieder davon zeugt, dass es Zoophilen eben nicht um das Wohlbefinden der Tiere geht, sondern lediglich um die Anerkennung der Zoophilie als Sexualpraktik.

      Die Betroffenen: Das sind nicht die Zoophilen, sondern die TIERE!

      Danke und Gruß
      Million Actions

  3. Ralf Petermann

    Die Piratenpartei LV Saarland hat sich auf einem der letzten Parteitage ganz klar gegen die zoophälie ausgesprochen.
    Ralf Petermann, Pressesprecher der Piratenpartei LV Saarland

    • million actions

      Hallo Herr Petermann

      Eben genau dieses Thema beunruhigt ja viele Tierschützer. Wie können Sie sich gegen Zoophilie aussprechen und gleichzeitig Zoophilen Mitspracherecht und Zusammenarbeit anbieten? Wie kommt es, dass in dem Piratenpad https://saar.piratenpad.de/187 lang und breit über Tierleidsymptome und die Anerkennung des Vereins ZETA geschrieben wird?

      Ist die Frage wirklich: Wie viel Zoophilie ist noch ok?

      Gruß Million Actions.

  4. Vik1ng

    Ich weiss nicht was an lesen so schwer ist, aber da steht GANZ DICK UND FETT >>>ICH<<< d.h. das ist irgendeine Einzelmeinung und keineswegs die Meinung der Partei.

    Zudem kann man im Wahlprogramm der Saarpiraten ganz deutlich feststellen, wie die Meinung der Partei ausziehet (http://piratenpartei-saarland.de/landtagswahl-2012/wahlprogramm-zur-landtagswahl-2012/ltw12-tierschutz/):

    "Zoophilie
    Die PIRATEN setzen sich dafür ein, im HeimTG klarzustellen, daß der sexuelle Gebrauch von Wirbeltieren (Zoophilie) grundsätzlich einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt und zu ahnden ist."

    • million actions

      Hallo Viking
      Danke für den Kommentar:)
      Na dann wundert es uns aber, dass genau diese Einzelmeinung eines einzelnen Piraten dann diese Meldung von der Homepage der Piraten in NRW zustande kommt:

      Zoophilie =
      https://saar.piratenpad.de/187? http://www.fifine.org/stellungnahmen/essaybuschmann3.htm Wir begrüßen einen Gast aus dem Saarland, dort wird in Zusammenarbeit mit ZETA an dem oben eingefügten PAD gearbeitet.
      http://wiki.piratenpartei.de/NRW:2012-04-23_-_Protokoll_Arbeitskreis_Tierschutz#Zoophilie_.3D

      In beiden Pads, sowohl dem Pad aus dem Saarland und dem nun überarbeiteten Pad aus NRW arbeiten ganz klar mindestens zwei Zoophile mit. Und auch die Meinung des Sprechers Tierschutz NRW ist mehr als liberal. “Anerkennung von ZETA (anscheinend einvernehmlich, Gegenteil nicht beweisbar)”
      Brauchst du noch mehr?

      • Das ist keine “Meldung von der Homepage der Piraten in NRW” sondern ein Sitzungsprotokoll des Arbeitskreises Tierschutz NRW, das im Übrigen “nicht unterschrieben ist”. Eine Einzelmeinung ist nicht repräsentativ. Auch nicht, dass der entsprechende Sprecher Carsten Knorr an beiden Pads mitgearbeitet hat. Meines Wissens nach ist das Konzept dieser Pads, dass jeder an ihnen mitarbeiten kann.

        “Es wird davon ausgegangen, dass gegenwärtig ca. 5-8 % der Bevölkerung bereits mindestens ein Mal in ihrem Leben sexuelle Kontakte zu Tieren hatten, wobei Art und Umfang hier nicht weiter definiert werden kann
        Eine provokante These könnte sein: Sind das genau die 5%, die die Piratenpartei aktuell in die Landtage wählen?”
        Das ist absolut schlechter Journalismus und statistisch unwahrscheinlich.

        “Zoophile als Berater für Tierschutzangelegenheiten”
        Niemand irgendwelche Zoophile sie als “Berater für Tierschutzangelegenheiten” bezeichnet. Es wurde AUCH Kontakt “zur dortigen Tierschutzbeauftragten” hergestellt (der Artikel lässt auf eine weibliche Person schließen, also nicht Carsten Knorr).

        “Wieso beschäftigt sich ein Arbeitskreis Tierschutz mit der Anerkennung des zoophilen Vereins ZETA”
        Tut er nicht. Lediglich Einzelmeinung. Solche reißerischen Headlines erwartet man in der Bildzeitung.

        So sehr ich auch gegen Zoophilie bin, scheint mir Piratenbashing für die eigenen Interessen als Mittel zum Zweck absolut fragwürdig.

        • million actions

          Hallo s.
          Wenn Sinn und Zweck der Piratenpartei darin bestehen, lediglich Einzelmeinungen dar zustellen, dann ist es allerdings noch schlimmer um die Partei gestellt als wir dachten.
          Veröffentlichungen auf der Homepage sind auf einmal keine Veröffentlichungen mehr, und anscheinend Ursprung irgendwelcher nicht ernstzunehmender Einzelpersonen?
          Das spricht nicht gerade für die Partei und macht eigentlich alles nur noch schlimmer…?!
          Wer darf noch alles bei Ihnen mitarbeiten? Das sollte sich jeder Wähler einmal fragen!
          In diesem Sinne, Danke für Ihre Mitteilung und natürlich haben wir nicht den Anspruch, dass unser Artikel jedem gefällt.
          Kleiner Tipp: Vielleicht sollte die Partei einfach einmal ganz klar Stellung beziehen. Wenn wir mit unserem Artikel diese Diskussion das Thema Zoophilie ernsthaft zu behandeln, anregen konnten, dann freut uns das sehr.
          Liebe Grüße
          Million Actions