Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche! Demos in vielen Städten Deutschlands- seid auch dabei!

In der Woche um den 24. April, dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche, wird weltweit auf das Leid der Tiere in den Labors aufmerksam gemacht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals 1979 in Großbritannien begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.

Tierversuche sind weder ethisch noch wissenschaftlich zu rechtfertigen und müssen abgeschafft werden!

So heißt es auf der Seite von “Ärzte gegen Tierversuche“: Vielfach wird behauptet, man könne nicht auf Tierversuche verzichten, weil man einen »kompletten Organismus« für die Entwicklung von Medikamenten brauche. Bei Tieren handelt es zwar um einen ganzen Organismus, aber um den falschen. Tiere und Menschen unterscheiden sich hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel wesentlich voneinander. Selbst Tiere verschiedener Arten können auf Chemikalien und Medikamente ganz unterschiedlich reagieren. Nach der Durchführung eines Tierversuchs kann nicht vorausgesagt werden, ob Menschen genauso oder anders reagieren werden.

Eine Studie der Pharmafirma Pfizer besagt man könnte eher eine Münze werfen, als sich bei der Frage nach möglichen krebsauslösenden Stoffen auf Tierversuche zu verlassen. Bei der Identifizierung von für den Menschen krebserregenden Substanzen haben Tierversuche eine “Trefferquote von 50%”. Umgekehrt ist die Hälfte der aufgrund von Tierversuchen ausgemusterten Stoffe wahrscheinlich doch nicht karzinogen für Menschen. (1)

Die vielen aufgrund von Tierexperimenten für sicher gehaltenen Medikamente, die beim Menschen schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen hervorriefen, sind ein Beweis dafür, dass sich die Ergebnisse von Tierversuchen nicht mit der nötigen Zuverlässigkeit auf den Menschen übertragen lassen. Lipobay®, Vioxx®, Trasylol®, Acomplia® und TGN 1412 sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Allein in Deutschland gehen Hochrechnungen zufolge jährlich 58.000 Todesfälle auf das Konto von Arzneimittelnebenwirkungen

Tierversuche sind schlechte Wissenschaft

Da die meisten menschlichen Krankheiten bei Tieren nicht vorkommen, werden die Symptome auf künstliche Weise in sogenannten »Tiermodellen« nachgeahmt. Um zum Beispiel Parkinson auszulösen, wird bei Affen, Ratten oder Mäusen ein Nervengift in das Gehirn injiziert, das Hirnzellen zerstört. Krebs wird durch Genmanipulation oder Injektion von Krebszellen bei Mäusen hervorgerufen. Schlaganfall wird durch das Einfädeln eines Fadens in eine Hirnarterie bei Mäusen erzeugt. Zuckerkrankheit ruft man durch Injektion eines Giftes in Ratten, das die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, hervor. Ein Herzinfarkt wird bei Hunden durch Zuziehen einer Schlinge um ein Herzkranzgefäß simuliert.

Die künstlich hervorgerufenen Symptome haben jedoch nichts mit den menschlichen Krankheiten, die sie simulieren sollen, gemein. Wichtige Aspekte der Krankheitsentstehung wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, Verwendung von Suchtmitteln, schädliche Umwelteinflüsse, Stress, psychische und soziale Faktoren werden dabei außer acht gelassen. Ergebnisse aus Studien mit Tieren sind daher irreführend und irrelevant.


Demos im ganzen Land:

Demos sind unter anderem in Bremen und Düsseldorf geplant.

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche lädt die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche am 28. April 2012 zu einer zentralen Veranstaltung in Bremen ein. Mehr Infos zur Großdemonstration am 28.04. in Bremen findet ihr hier.


Demonstration auch in Düsseldorf

Demo gegen Tierversuche an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Freitag, 27.4.2012, 14 Uhr vor Gebäude 22.22, in dem die Versuche stattfinden. Die Veranstaltung ist eine Privatinitiative. Kontakt über melanie.e.v@gmx.de

Bitte kommt vorbei, auch wir werden vor Ort sein und mit hoffentlich vielen Tierschützern gegen die Versuche an Tieren an der Uni Düsseldorf demonstrieren!!!!
Infomaterial, Unterschriftenlisten und Flyer für die Demo gibt es hier!


Düsseldorf zählt laut der bundesweiten Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche zu den Tierversuchshochburgen Deutschlands.

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt sei besonders berüchtigt für qualvolle zahnmedizinische Tierversuche an Beaglehunden sowie neurologische Forschung an Ratten. Der Verein bezeichnet diese Forschung als wissenschaftlich unsinnig und fordert, öffentliche Gelder nicht länger in »archaische Methoden aus dem vorletzten Jahrhundert« zu stecken, sondern eine zukunftsorientierte, ethische Medizin und Forschung ohne Tierversuche zu etablieren.

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche betreibt eine Internet-Datenbank mit mehr als 4.000 aus Fachzeitschriften stammenden Beschreibungen von Tierversuchen. Die Sammlung ist ein Spiegel der tierexperimentellen Forschung in Deutschland. Dieser Übersicht zufolge rangiert Düsseldorf auf Platz 7 der Tierversuchshochburgen Deutschlands und in Nordrhein-Westfalen sogar auf Platz 1. »Ein trauriger Rekord«, findet Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Düsseldorf ist besonders für Tierversuche mit Implantaten an Beaglehunden berüchtigt. Im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Heinrich Heine Universität (HHU) Düsseldorf werden Beagles bis zu 20 Backenzähne gezogen, um Implantate einer Schweizer Firma mit herkömmlichen Materialien zu vergleichen. Dabei werden bei den Tieren oftmals Teile des Kieferknochens zerstört, um Knochenschäden beim Menschen nachzuahmen. »Abgesehen von dem schrecklichen Leid der Hunde, sind die Ergebnisse aus solchen Tierversuchen von vornherein unbrauchbar, weil die Knochenbeschaffenheit bei Hunden ganz anders ist als beim Menschen«, weiß die Tierärztin. »Das geben die Autoren in den Fachartikeln sogar selbst zu, dennoch wird an den archaischen Methoden festgehalten«.

Am Institut für Physiologische Psychologie der HHU werden laut Ärztevereinigung seit Jahren qualvolle neurologische Experimente an Ratten durchgeführt. Unter anderem sollen Symptome der Parkinson-Krankheit nachgeahmt werden, indem durch Injektion einer Substanz in das Gehirn bestimmte Nervenzellen zerstört werden. In einem anderen Experiment wird der Zusammenhang zwischen dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron und Depression getestet. Die Tiere müssen in einem Wasserbassin schwimmen. Eine Ratte, die aufgibt und sich treiben lässt, wird als depressiv gewertet.

Dr. Corina Gericke hält derartige Forschung für absurd. »Sowohl Parkinson als auch Depression sind komplexe menschliche Krankheiten, deren Ursachen vielfältig und zum Teil noch gar nicht bekannt sind. Es ist vollkommen abwegig zu glauben, man könne mit so primitiven Mitteln zu sinnvollen Ergebnissen für kranke Menschen gelangen«.

Die Ärzte gegen Tierversuche fordern eine Forschung ohne Tierversuche, bei der Ursachenforschung und Bevölkerungsstudien sowie moderne tierversuchsfreie Systeme mit menschlichen Zellkulturen, Mikrochips und Computermodellen zu für den Menschen relevanten Ergebnissen führen.

Bitte lest auch uch hier den Bericht einer Düsseldorfer Studentin, die auf eindrucksvolle und erschreckende Art und Weise ihre Recherchen an der Uni Düsseldorf schildert.


Weitere Termine in anderen Städten findet ihr hier und auf der Webseite von Ärzte gegen Tierversuche!


Print Friendly, PDF & Email

One Response to “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche! Demos in vielen Städten Deutschlands- seid auch dabei!”

  1. eva sonntag

    hört endlich auf die tiere zu quälen und stoppt die tierversuche endlich. es läßt sich alles am pc testen und wir brauchen nicht tausende cremes,pillen gegen ein+dasselbe nur aus geldgier ! sowie zig andere sachen welche unnötig sind weil schon da oder nur aus geldgier produziert werden. SCHÜTZ UND ACHTET ENDLICH DAS LEBEN IN JEDER ART UND FORM !!!!!!!!!! wie kann “man” nur so egoistisch, kalt und habgierig sein. ihr solltet euch schämen der rasse mensch anzugehören !!!einfach widerlich!!!!!!!!!!!!