Bambi-Preisträger Ric O’Barry verdammt EDEKA-Thunfisch als "blutige Schande"

Pressemitteilung des GRD, 29.03.2012 – Richard O’Barry (Held des Oscar-prämierten Dokumentarfilms “Die Bucht” 2010, Bambi-Preisträger 2011, Ex-TV-“Flipper”-Trainer) aus Miami warnt eindringlich vor “delfintödlichem” Dosenthunfisch, der von EDEKA verkauft wird: “Es ist schändlich und verdammenswert, dass sich einer der größten deutschen Lebensmitteldiscounter an grausamen Delfinmorden beteiligt und bereichert. Damit stellt sich EDEKA moralisch auf eine Stufe mit den japanischen Fischern in Taiji, die jedes Jahr Hunderte Delfine brutal abschlachten.”

Beim Fang der von EDEKA vermarkteten Thunfischprodukte starben nach offiziellen Angaben allein 2010 etwa 1200 Delfine als Beifang – wobei Experten von einer weit höheren Dunkelziffer sprechen. Die intelligenten Meeressäuger ertrinken langsam und äußerst qualvoll in den Ringwadennetzen der Fangschiffe, deren Thunfisch-Filets dann nett etikettiert als “naturschonend und selektiv gefangen” von EDEKA in Deutschland verkauft werden.

EDEKA watet im Blut toter Delfine, nicht anders wie die japanischen Delfinfänger”, erklärt der Diplom-Biologe Ulrich Karlowski, von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) aus München.

“Leider erweist sich EDEKA seit nun einem Jahr als beratungsresistent. Man beharrt darauf, weiter aktiv am Delfinmorden teilzunehmen und den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland Dosenthunfisch, an dem Delfinblut klebt, anzubieten”, so Karlowski. Dosenthunfisch, der nachweislich “delfinsicher” ist, erkennt man am Logo SAFE oder man zieht die GRD-Verbraucher-Checkliste zurate.

Richard O’Barry nimmt vom 29. März bis 19. April in Deutschland, der Schweiz und in Dänemark an Aktionen gegen Delfinarien teilnehmen und hierbei auch den “Delfin-Killer-Thunfisch” von EDEKA thematisieren.

GRD-Thunfischliste für delfinsicher gefangenen Thunfisch

Video-Link – Bayerisches Fernsehen “Kontrovers – Das Politikmagazin”, Sendung v. 20.07.2011

BOYKOTT EDEKA!

Quelle: http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-duisburg


Ric O’Barry demonstriert vor dem Duisburger Zoo mit ca. 200 Tierschützern gegen die Haltung der Meeressäuger in Tierparks

Alle Tierschützer und Tierschutz-Organisationen aus dem In- und Ausland waren aufgerufen, mit dem WDSF und Ric O’Barry (EII und WDSF) gegen die Gefangenschaft der Delfine zu protestieren. Rund 200 Teilnehmer aus Belgien, Holland, Schweiz , Österreich und Deutschland sind dem Ruf gefolgt und haben mit Bannern und Plakaten friedlich gegen die Delfinhaltung im Duisburger Zoo demonstriert.

Der Zoo Duisburg hat bisher jede Einsichtnahme in die Haltungsunterlagen verweigert. Das WDSF hat daher im November 2011 Klage gegen die Stadt Duisburg eingereicht. Recherchen des WDSF ergaben, dass das Delfinarium Duisburg der größte Delfinfriedhof Europas ist. Über 60 Delfine haben demnach in den Betonbecken seit Bestehen des Delfinariums ihr Leben gelassen. Am 06. Juli findet vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht die Verhandlung WDSF ./. Stadt Duisburg statt, um die Wahrheit an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen.

In dem Delfinarium werden nach den rund 60 Todesfällen zwei Wildfänge und sieben Nachzuchten zur Show gestellt.

Ziel des WDSF ist, friedlich und gewaltfrei die Öffentlichkeit über die grausamen Hintergründe der Delfin-Gefangenschaft aufzuklären. Ziel ist es auch, dass kein Besucher mehr Eintrittskarten für das Delfinarium im Duisburger Zoo kauft. Die Nachzuchten müssen gestoppt werden, denn sie werden niemals ausgewildert werden und sind zu einem Leben in Gefangenschaft verdammt. Den verbleibenden Delfinen soll ein Leben ermöglicht werden, das ihren biologischen Grundbedürfnissen entspricht. Der Kommerz mit intelligenten Meeressäugern muss beendet werden.

Die unendliche Geschichte der Tierquälerei in den Delfinarien muss weltweit ein Ende haben.

Ric O’Barry: “Deutschland wird sehr bald Delfin-freundlich sein. Wenn die Menschen miteinander kooperieren, schaffen wir das. Kaufen Sie keine Tickets für eine Delfin-Show. Das ist die friedliche gewaltfrei Botschaft mit der wir dieses Problem lösen.” (O-Ton Ric O’Barry bei der Bambi-Verleihung)


Weiter ging es für Ric O’Barry in die Schweiz zur Saisoneröffnung des Freizeitparks Connyland wo acht Delfine innerhalb von drei Jahren tragisch ums Leben kamen.

Nachdem das WDSF und die Schweizer Organisation Ocean Care wiederholt ein Import-Verbot für Delfine gefordert hatten, beschloss nach dem Nationalrat nun auch der Ständerat am 14.03.2012 ein entsprechendes Importverbot. Das Gesetz wird voraussichtlich im Juni 2012 endgültig verabschiedet. Damit kann das Connyland keine weiteren Delfine importieren und muss das Delfinarium auslaufen lassen.

Das WDSF und die Schweizer Organisation Ocean Care kämpfen seit Jhren gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft:

So heißt es auf der Webseite des WDSF:
Immer mehr Menschen erlangen das Bewusstsein, dass Delfine intelligente Lebewesen sind, die über eine eigene Kommunikation verfügen und in Freiheit in einem ausgeprägten Sozialgefüge leben, wie renommierte amerikanische Wissenschaftler kürzlich erneut bestätigt haben. Es ist abträglich, auf Kosten dieser sensiblen Meeressäuger eine unendliche Diskussion und einen gegenseitigen Schlagabtausch zu führen, der lediglich in unnötiger Rechtfertigung endet und den Delfinen nicht dient. Selbst wenn sich das Connyland über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm bemüht, keine weiteren Wildfänge sondern Nachzuchten zu erhallten, ändert dies nichts an der Tatsache, dass diese Delfine niemals entprechend ihrer biologischen Grundbedürfnisse gehalten werden können. Unschuldig werde diese Delfine für Showzwecke missbraucht und sie haben bis zu ihrem frühen Tod nicht gelernt, sich selbst zu ernähren oder ihre natürlichen Verhaltensweisen zu entwickeln. Es wird auch in der Schweiz, wie bereits in vielen anderen Ländern, ein Umdenken stattfinden, das dazu führen wird, dass Zoos und Vergnügungsparks mit Delfinarien von Besuchern gemieden werden. Es kann nicht darum gehen, dass sich Tierschützer und Tierschutz-Organisationen mit den Delfinarien-Betreibern einen Kleinkrieg liefern. Das hilft den Delfinen in ihrer artfremder Umgebung nicht. Lasst uns alle, insbesondere in der historisch freiheitlichen Schweiz, eine gemeinsame Entscheidung zum Wohl der Meeressäuger treffen, die darin mündet, dass keine weiteren Importe mehr stattfinden. Die verbliebenen drei Delfine im Connyland lassen sich ohne Todesrisiko aufgrund der langjährigen Gefangenschaft nicht auswildern. Wir schlagen eine einvernehmliche Lösung vor, die das Wohlergehen der Tiere in den Vordergrund stellt. Dafür ist es erforderlich, eine ernsthafte gemeinsame Position mit den Betreibern zu finden.

Wir sind als Tierschutz-Organisation verpflichtet, Missstände bei der Tierhaltung aufzudecken und die Gefangenschaft von Meeressäugern wie Delfinen und Walen mit legalen Mitteln zu verhindern. Diese Meeressäuger lassen sich in Gefangenschaft nicht nachhaltig domestizieren, sodass der Erhalt in Freiheit oberste Priorität hat. Wir werden zusammen mit unserem Kuratoriumsmitglied, dem Delfinschützer Richard O’Barry (Anm.: Oscar für “Die Bucht” und Bambi-Preisträger), in nächster Zeit die Schweiz besuchen, um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Wir würden uns dabei wünschen, mit dem Connyland eine übereinstimmende Lösung zugunsten der Delfine herbeizuführen”

www.wdsf.eu


 

Quelle:
http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-duisburg
http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-connyland-schweiz/proteste

Foto Copyright by Timm Ortmüller Photography & WDSF (Whale- & Dolphin Protection- Forum).
http://dolphinproject.org/blog/post/protecting-dolphins-in-germany-switzerland


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