Demonstration gegen Zoophilie in Köln – 350 Tierfreunde demonstrieren gegen den sexuellen Missbrauch von Tieren!

Am Samstag fand in Köln die erste Demonstration gegen den sexuellen Missbrauch von Tieren statt. Rund 350 Leute waren bei dem schönen Wetter in die Kölner Innenstadt gekommen um sich öffentlich gegen Zoophilie auszusprechen, darunter auch Vertreter des Tierheim Dellbrück, Tierheim Menschen für Tiere-Köln-Ostheim, des BMT, der Tier-Time, Aktion Fairplay, der Linken, Deutschland sagt Nein, Tierrechtsinitiative Köln, der Tierschutzpartei und Schüler für Tiere.

553380_368639496491875_325274927494999_1137022_951496727_n Die Organisatorin Ulla Saure und ihr Team waren sichtlich erfreut über die große Besucherzahl und die vielen selbst gebastelten Plakate, bemalten T-Shirts und Banner, die genau das zeigten, wofür die Tierschützer seit Jahren kämpfen: Eine Änderung der Gesetzgebung zum Verbot der Zoophilie.

Viele Passanten konnten während des Protestmarsches durch die Kölner Innenstadt aufgeklärt werden. Die meisten Menschen, mit denen Gespräche gesucht wurden, wussten nicht, dass es kein Gesetz gegen Zoophilie in Deutschland gibt, sie waren erschüttert und nahmen hoffnungsvoll auch an der Unterschriftenaktion teil.

 

Zoophilie, früher auch Sodomie genannt, ist seit 1969 nicht mehr strafbar, im Tierschutzgesetz gibt es kein explizites Verbot – ein Zustand, den die Tierschützer angesichts einer durch das Internet begünstigten extrem hohen Dunkelziffer nicht länger hinnehmen wollen.

Als “Zoophilie” bezeichnet man eine besondere Form der Mensch-Tier-Beziehung unter Einschluss sexueller Handlungen. Das Phänomen ist vom so genannten Zoosadismus zu unterscheiden: Dieser betrifft sexuell orientierte oder ausgerichtete Tierquälerei und ist nach § 17 Tierschutzgesetz (TierSchG) strafbar.

Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass fünf bis acht Prozent der Bevölkerung eine krankhafte Neigung zum Sex mit Tieren haben. Kriminologisch ist neben physischem und psychischem Missbrauch auch sexueller Missbrauch als Gewalt zu werten. Bei Tieren sind fast alle Verletzungsmuster zu finden, die es auch in Fällen von Kindesmisshandlung gibt, wie etwa Angstsymptome und darauf beruhende Verhaltensstörungen.

Dass mit der Streichung des Sodomie-Paragrafen 175b StGB auch dessen tierschützender Nebeneffekt entfiel, hielt man damals für unbedenklich: Das Tierschutzgesetz (TierSchG) biete ausreichenden Schutz; zudem sei die Norm kriminologisch und kriminalistisch bedeutungslos.

Doch spätestens nach Inkrafttreten des neuen ethisch ausgerichteten TierSchG im Jahre 1972 und der Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz (GG) im Jahr 2002 ist klar, dass das Fehlen dieses Paragraphen im klaren Gegensatz zum ethischen Tierschutz steht.

Hier sollte man einen Blick in die Schweiz wagen: Die dortige Verfassung deckt die einschlägigen Strafbestimmungen dadurch ab, dass ausdrücklich die Würde der Kreatur gewährleistet wird und Erniedrigungen und die Instrumentalisierung von Tieren verboten sind.


Wo also hört Freiheit auf und wo fängt die Verletzung der Würde der Tiere an?

Die Zoos, wie sich die Zoophilen selbst nennen, argumentieren oft mit ihrer eigenen sexuellen Freiheit und berufen sich darauf keinem Tier Leid zu zu fügen, vielmehr akzeptieren sie auch ein „Nein“ der Tiere, ja vermenschlichen sie sogar soweit, dass sie von ihnen als Partner reden.

559714_368638119825346_325274927494999_1136953_242184958_n Links ein Flyer von ZETA

Die Frage hierbei ist eben, wie Tiere so ein „Nein“ äußern würden und wer dieses “Nein” bewerten will. Jemand der die Tiere eh schon so weit vermenschlicht sieht und deswegen hier gar keine objektive Beurteilung mehr treffen kann?

Wir Menschen wissen wenig über die „Sprache“ der Tiere, aber noch weniger über ihre Seele, und die Auswirkungen, die solche sexuellen Handlungen auf letztere nehmen können. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass sie durch diverse Lern- und  Gewöhnungsmechanismen bereits an diese Verhaltensmuster gewöhnt sind, es über sich ergehen lassen und Verhaltensprobleme und psychische Schäden die traurige Folge sind.

Von Freiwilligkeit kann also keine Rede sein.
Der Mensch meint bestimmte Verhaltensweisen von Tieren für sich nutzen zu können um seine eigenen sexuellen Praktiken und Phantasien befriedigen zu können.

Also noch einmal: Wo fängt die Würde eines Tieres an und wo wird sie verletzt? Und so ist doch klar, dass bei all dieser Diskussion immer das Opfer, das Tier, auch von den Gesetzen in unserem Land geschützt werden sollte!

Während der Demo am Samstag waren auch Vertreter des ZETA „Vereins“ anwesend (ZETA= Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung, allerdings ohne eingetragenes Vereinsregister, siehe hierzu Infos zum Urteil).

Trotz einiger beidseitiger unschöner Äußerungen, die aufgrund des emotionalen Themas sicherlich zu verstehen sind, blieb die Demo jedoch weitestgehend ruhig und sachlich, auch wenn natürlich auf diversen Blogs der Zoophilen Gegenteiliges behauptet wird. Vielmehr suchten einige Demonstranten sogar das Gespräch mit den Zoos.
Die Polizei entschied sich aber dann schlussendlich doch dazu, diese Gruppe von Menschen des Platzes zu verweisen, mit der Begründung, dass sie der privaten Veranstaltung der Demonstranten nicht zugehörig sind und provozieren.


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Hierzu auch der erste Artikel in der heutigen Bildzeitung

 


Alles in allem war es eine wirklich gelungene und gute Demonstration. Eins ist klar: es muss noch viel mehr Aufklärung betrieben werden, da das Thema sich wenig in der Öffentlichkeit abspielt sondern fast ausschließlich in den Tiefen des Internets.

Wir sind sehr froh dabei gewesen zu sein und hoffen auf eine baldige Wiederholung, die zurzeit für Berlin geplant ist.

Vielen vielen Dank an Ulla Saure und Ihre Helfer und die vielen Teilnehmer!! Macht weiter so!!!

Hier noch einige Impressionen von der Demo gegen sexuellen Missbrauch an Tieren:


Bitte unterstützen Sie den Zukunftsdialog von Ulla Saure und voten Sie täglich für eine Änderung des Tierschutzgesetzes und für ein Verbot von Zoophilie

Klick: Zukunftsdialog : Wie wollen wir zusammen leben?


Vielen Dank!

Weiterführende links:

http://www.tierleid.org/
http://www.verschwiegenes-tierleid-online.de/rechtslage.teil%201.htm


Aufgrund der Emotionalität dieses Themas, ist der Artikel ausnahmsweise für Kommentare geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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