Aktuelle Situation für Hunde und Katzen in der EU: Zusammenfassender Bericht der Eurogroup for Animals

Es wird geschätzt, dass etwa 197 Millionen in Heimtiere EU- Haushalten leben. Dazu gehören rund 64 Millionen Hauskatzen und 60 Millionen Hunde.

Während viele von ihnen geliebt und als Familienmitglieder angesehen und umsorgt werden, gibt es eine breite Palette von Tierschutzproblemen, die Hunde und Katzen in der EU betreffen können. Ein Beispiel hierfür ist die Zucht und der Handel von Hunden als lukratives Geschäft, sobald Welpen jedoch verantwortungslos gezüchtet werden, beeinträchtigt das auch den Schutz der Tiere.
Dazu gehören die Zucht von Welpen in ungeeigneter Umgebungen, wie z.B. ‘Welpenfabriken und Welpenvermehrer’. Und es betrifft auch die selektive Zucht von Welpen in einer Weise, die zu vermehrten Erbkrankheiten oder übertriebenen Merkmalen (zum Beispiel, faltige Haut) führen und so ihr Wohlergehen beeinträchtigen können. Wo Besitzer unfähig oder unwillig sind sich um ihre Haustiere zu kümmern, werden sie entweder ausgesetzt oder in ein Tierheim gegeben. Es ist eine traurige Tatsache, dass, als Folge viele Haustiere in der EU jedes Jahr eingeschläfert werden .

Die aktuelle Situation für Hunde und Katzen in der EU:

Die EU hat keine Gesetze zum Schutz von Heimtieren. Die Gesetze, die bestehen, beziehen sich auf die erforderlichen gesundheitlichen Aspekte von Hunden, Katzen und Frettchen, die mit ihren Besitzern auf Reisen gehen und verlangen beim Passieren der Grenzen eine dauerhafte Identifizierung, die erforderlichen Impfungen und den EU Heimtierausweis. Allerdings gibt es zurzeit keine Pflicht für Besitzer und ihre Tiere sich in einer Datenbank zu registrieren, was die Rückverfolgbarkeit schwierig macht. Die Mitgliedstaaten haben Rechtsvorschriften erlassen die von Land zu Land stark variieren, was zu unterschiedlichen Tierschutzniveaus und oft gegensätzlichen Umständen im Binnenmarkt führt, Die Folgen können sehr negativ sein für Tier und Besitzer, zum Beispiel wenn eine Hunderasse in einem Mitgliedstaat erlaubt ist, und die Eigentümer in einen anderen Mitgliedsstaat umziehen, wo diese Rasse verboten ist. Im November 2010 hat der EU Rat der Landwirtschaftsminister die Europäische Kommission aufgefordert, die unterschiedlichen Regelungen und Gesetze zwischen den Mitgliedstaaten zu untersuchen um daraus ein einheitliches Konzept für Haustiere in der EU zu entwickeln. Im Oktober 2011 nahm das europäische Parlament ferner eine Erklärung an, die die Handhabung der Hundepopulation und den verantwortungsvollen Umgang mit Haustieren thematisiert

Die EU-Tierschutz-Strategie beinhaltet Überlegungen zu einem Tierschutzrahmengesetz* für Heimtiere, und eine Studie über den Schutz von Hunde und Katzen für kommerzielle Zwecke. Die Erwartung ist, dass diese Studie im Jahr 2014 veröffentlicht wird.

Die Eurogroup for Animals fordert:

  • Eine EU-weite Verpflichtung zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. Dies würde nicht nur dazu beitragen, dass die Besitzer von verloren gegangenen oder ausgesetzten Tieren gefunden werden können, sondern würde eine allgemeine Rückverfolgbarkeit der Tiere gewährleisten. Dies wäre bei der Bewältigung anderer Probleme wie unverantwortliche Zucht und Handel wichtig.
  • Richtlinien und Vorschriften, um die Zucht und den Handel von Hunden und Katzen zu beschränken, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere beeinträchtigen.

Über die Eurogroup for Animals:
Die Eurogroup for Animals ist eine führende europäische Nichtregierungsorganisation, die sich für die Verbesserung der Situation für Tiere und deren Behandlung in der gesamten EU einsetzt. Sie ist seit 30 Jahren aktiv und hat eine Mitgliedschaft von 40 verschiedenen nationalen und internationalen Gruppen und Organisationen, mit über 4,5 Millionen Unterstützern. Die Eurogroup for Animals nutzt seine wissenschaftliche, technische Expertise und Lobbyarbeit um die Politikgestaltung in Europa zu beeinflussen und zur kontinuierlichen Verbesserungen im Tierschutz für alle Tiere beizutragen.

Eurogroup for Animals
6 rue des Patriotes
B-1000 Brüssel Belgien
Tel.: +32 (0) 2 740 08 20
Fax: +32 (0) 2 740 08 29
info@eurogroupforanimals.org
www.eurogroupforanimals.org

Bericht: http://eurogroupforanimals.org/files/policies/downloads/107/dogs_and_cats_public.pdf



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Anmerkung von Million Actions: Die Inhalte des angedachten Tierschutzrahmengesetzes sind zurzeit noch offen und nicht verhandelt, und auch die EU Kommission muss dieses nicht annehmen. Es ist zurzeit lediglich Bestandteil der EU Tierschutzstrategie. So bleibt abzuwarten was dieses, falls es hierzu in den nächsten Monaten konkrete Inhalte gibt, dann tatsächlich für die Hunde und Katzen in der EU verbessert, zumal die EU Kommission weiterhin die Hautpverantwortlichkeit bei den einzelnen Ländern sieht.

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One Response to “Aktuelle Situation für Hunde und Katzen in der EU: Zusammenfassender Bericht der Eurogroup for Animals”

  1. Er is nog veel mis met het huisdieren beleid in Europa, kijk naar spanje een land wat per jaar 50 a 60.000 Galgo’s dumpt op de meest verschrikkelijke manieren. Daar hoor je niets over in Europees beleid.
    Honden die massaal uit Oostblok landen komen ziek zijn en alleen voor economisch gewin worden gebruikt.
    Jammer ik heb weinig vertrouwen in Europa en helemaal niet in Bleker die doet alles voor de boerenpakhuizen maar niets voor de huisdieren en legbatterijen.