Indien, Kerala: Trotz erfolgreicher ABC Programme werden tausende Straßenhunde getötet!

Kerala ist ein Bundesstaat an der Malabarküste im Südwesten Indiens und seit Jahren ein beliebtes Urlaubsziel, mit seinen wunderschönen Stränden, zahlreichen kulturellen Attraktionen und den idyllischen “Backwaters”.
Der offizielle Tourismus-Slogan Keralas lautet „God’s Own Country“ (Gottes eigenes Land).

“Gottes eigenes Land” – wo streunende Hunde zu Tausenden auf brutalste Art und Weise getötet werden?


Copyright “The Voice of Stray Dogs”

So berichten Tierschützer von “The Voice of Stray Dogs” und International Animal Rescue (IAR) fast täglich von Grausamkeiten gegenüber Straßenhunden.

Die Tiere werden ertränkt, erschlagen oder vergiftet.
Häufig werden tote Hunde an den Stränden angeschwemmt, ihre Beine wurden mit Seilen zusammen gebunden und sie sind jämmerlich ertrunken.

Aber nicht nur Hunde sind im Visier der skrupellosen Bezirksregierungen: auch Schildkröten, Elefanten und Rinder (die heiligen Tiere Indiens), werden auf brutalste Art und Weise ermordet.

Es gibt nur wenige Tierschutzorganisationen im Südwesten von Indien und sie kämpfen täglich einen fast aussichtslosen Kampf.


Bitte helfen Sie den Hunden in Kerala und unterstützen Sie die Petition der Tierschützer, die nun eine Anti-Tourismus Kampagne ins Leben gerufen haben:


Mehr zur Kampagne “Kerala Tourism- don’t come to Kerala until Kerala government stops killing dogs” finden Sie hier.

Hier ein Ausschnitt eines indischen Dokumentationsfilms unter der Regie von Suneesh, einem indischen Regisseur, der 2008 den Kerala State TV Award gewann:


Zum Hintergrund: Indien hat seit 2001 ein sehr gutes Tierschutzgesetz, das das Töten von Straßenhunden verbietet und stattdessen Animal Birth Control & Anti Rabies (ABC-AR) Programme empfiehlt.
Die ABC-AR Programme werden in Indien bereits seit 1996 mit der Unterstützung von international tätigen Tierschutzorganisationen wie Vier Pfoten und WSPA und der indischen Organisation “Blue Cross” eingesetzt. Und der Erfolg spricht für sich: die letzten Berichte aus 2010 zeigen, dass der Geburtenrückgang der Hunde im direkten Verhältnis zu Beißvorfällen bzw. menschlichen Tollwut-Erkrankungen steht.
Jedes Jahr können bis zu 10.000 Tiere kastriert werden.

Doch in Kerala werden diese Erfolge ignoriert.

So heißt es von verschiedenen Bezirksregierungen und dem Kerala Institut für Tierhaltung (KSAHD), dass die ABC Programme aufgrund von fehlenden Ressourcen und Gelder nicht wie gewünscht durchgeführt werden können.

Das kann VK Venkitachalam von der “Heritage Animal Task Force” widerlegen:
  • Das Institut für Tierhaltung hat ausreichende Mittel zur Verfügung gestellt bekommen um ABC Programme durchführen zu können
  • Die bereit gestellten Gelder wurden für andere Zwecke verwendet.


Im August 2011
gab es darüber hinaus ein erneutes Gerichtsurteil, das die lokalen Behörden in Kerala dazu verpflichtet, “Animal Birth Control” Programme zur Handhabung der Streunerpopulation und Eindämmung der Tollwutgefahr, anzuwenden.

Somit verstoßen die Verantwortlichen in Kerala, die lokalen Behörden und Bezirksregierungen, die Hundefänger in die Straßen schicken um die Hunde zu töten, gegen das bestehende indische Gesetz.

Möchten Sie in einem Land Urlaub machen, indem Straßenhunde zu Tausenden ermordet und ihre Kadaver am Straßenrand liegen gelassen werden?

Möchten Sie Ihren Urlaub in einem Land verbringen, das gegen sein eigenes Tierschutzgesetz verstößt?

Copyright” The Voice of Stray Dogs”

Bitte kommen Sie nicht mehr nach Kerala bis das Töten der Straßenhunde gestoppt ist!

Mehr zum Thema:

Blue Cross Jahresbericht 20120-2011

The Voice of Stray Dogs


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4 Responses to “Indien, Kerala: Trotz erfolgreicher ABC Programme werden tausende Straßenhunde getötet!”

  1. Renate Buttgereit

    Auch Tiere sind Lebewesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!