Serbien: Straßenhunde

Serbien hat ein nationales Tierschutzgesetz!

Leider wird die Umsetzung dessen regelmäßig von Behörden und Politikern landesweit ignoriert.
Die serbische nationale Gesetzgebung für Tiere umfasst:
– Vom 1. Januar 2006, das Strafgesetzbuch von Serbien. Artikel 269,
Absatz 1: Wer grausam zu Tieren ist, oder ihnen Gewalt zufügt oder sie tötet kann mit bis zu 6 Monaten Freiheitsstrafe bestraft werden;
Absatz 2: Wenn mehr als einem Tier Leid zugefügt oder es getötet wird, kann die handelnde Person, mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt werden.


In Ergänzung zu Artikel 269, Artikel 46 des serbischen Tierschutzgesetzes erklärt:

  • dass Tiere ein Recht auf Leben haben. Es gibt kein Gesetz, dass die Euthanasie als Mittel für die Handhabung der Straßenhund-Population befürwortet.
  • jede Gemeinde in Serbien hat die Pflicht, sich um verlassene Hunde und Katzen zu kümmern.
  • jede Gemeinde hat die Pflicht, die Versorgung der Straßenhunde zu finanzieren, einschließlich des Baus von Tierheimen zum Schutz der Tiere.
  • jede Gemeinde hat die Pflicht, Sterilisationen, die medizinische Versorgung und die Verpflegung der Straßenhunde zu finanzieren.

Da das serbische Tierschutzgesetz die Tötung von streundenden Tieren nicht erlaubt, sollten die Gelder, die derzeit von den Behörden für illegale Tiertötungen in den Gemeinden verwendet werden, der Betreuung für die gleichen Tiere zugewendet werden. So sieht es die Gesetzgebung vor!
Jede Person, die ein Tier aussetzt, oder sich des Missbrauchs oder der Gewalt an Tieren schuldig macht, muss laut des serbischen Tierschutzgesetzes bestraft werden. So könnten Bußgelder, die für die Verletzung des Tierschutzgesetzes erhoben werden, wieder dem Schutz der Tiere und deren Betreung zugwendet werden.
Die Gesetzgebung ist in den Artikeln 269 und 46 definiert, es ist die serbische Regierung und die nationalen Behörden, die dieses nicht durchzusetzen.

Vielmehr erhalten die sogenannten “Shinters” (Tierfänger) in Serbien für jeden gefangenen bzw. getöteten Hund ca. 5000 Dinar von den Gemeinden. Und auch die Müllentsorgungsfirmen verdienen an getöteten Straßenhunden. Geld, das eine bessere Verwendung hätte um es in eine nachhaltige “Catch-neuter, return” Kampagne zu investieren (eine Kastration einer Hündin kostet in Serbien ca. 3000 Dinar)

Stattdessen werden die Tiere, werden sie von den Shinters gefangen, oft tage-und wochenlang in viel zu kleinen Käfigen/ Zwingern gehalten, ohne Versorgung mit Futter oder Wasser, die Tiere fressen sich gegenseitig auf, sind panisch, krank, werden zur Geruchsbekämpfung mit Reinigungsmitteln und Chlor übergossen.
Und die Tierheime (sogenannte Zoo-Hygiene) verdienen mit, denn das von den Behörden zur Verfügung gestellte Budget kommt nicht den Hunden zu Gute, sondern wird in die eigene Tasche gewirtschaftet.

Die Angst vor Krankheiten, der Mangel an fachspezifischem Wissen und sehr oft fehlende Ressourcen verleiten die Behörden dazu, diesen vermeintlich effektiven Weg der Handhabung der Straßenhundpopulation einzuschlagen.
Doch trotz ihres Leidens und dem täglichen Überlebenskampf: die Tiere vermehren sich weiter.

Eine “No Kill”-Politik für streunende Tiere/ Straßenhunde in Kombination mit einem “Catch, Neuter and Return” Programm ist der einzige Weg nach vorne!


Die Sterilisation/ Kastration und Identifikation von streunenden Tieren.
Durch kontrollierte und kontinuierliche Kastrationsprogramme kann die Anzahl der Straßenhunde auf lange Sicht reduziert werden. Die Kennzeichnung/ Chippung der Straßenhunde und auch der Haushunde ermöglicht es eine Kontrolle und genaue Erhebung über die in der Kommune befindlichen Hundepopulation zu gewinnen. Es kann klar nachvollzogen werden, welche Hunde bereits behandelt wurden, wer die Vorbesitzer waren und woher sie kommen. Die Verringerung des Hundebestands bedeutet auch weniger Beissvorfälle- eine weitere finanzielle Einsparung für die Kommunen.

Kastrationsprogramme verhindern Leid!

Internetquelle: http://serbiananimalsvoice.wordpress.com/about-serbian-animals/

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